Worum geht es?

Die zweite Edition von Performances von [Weiblichkeit] in den darstellenden Künsten eröffnet wieder einen Diskussionsraum zu Sexismus und Normierungen im zeitgenössischen deutschen Theater – also auch Stadttheater.

2016 wurde die Studie Frauen in Kultur & Medien vom Deutschen Kulturrat veröffentlicht, in der ein Kapitel sich dem Bereich den Darstellenden Künsten widmet und aufzeigt, dass es noch viel zu erreichen gibt.
Herbst 2017 wurde der Verein ProQuote Bühne gegründet, der sich für die paritätische Vergabe von Fördermitteln einsetzt – inspiriert von ProQuote Regie in der Filmbranche.

Es werden Zahlen vorgestellt, über aktuelle Strategien diskutiert – und natürlich wird das Wort auch an junge Theatermacherinnen, die zu diesen Fragen Position beziehen, überlassen.

Das Symposium möchte dazu anregen, den eigenen (professionellen) Umgang mit normierten Bildern und Konzepten von ’Weiblichkeit’ zu reflektieren. Warum werden immer noch stereotype Frauenbilder und Rollenvorstellungen in Szene gesetzt und wie nehmen auch angehende Schauspieler*innen, Kostümbildner*innen oder Autor*innen – um nur einige zu nennen – daran teil?

In Vorträgen, Gesprächen und Lectures soll aufgezeigt werden, auf welche Weise Sexismus und (u. a. geschlechtsspezifische) Normierungen im zeitgenössischen deutschen Theater – also auch Stadttheater – wirken und vor allem, welche vielfältigen anderen, die bestehenden Klischees verwandelnden Darstellungs-, Spiel- und Handlungsmöglichkeiten Frauen auf und hinter der Bühne haben.

Das Symposium ist besonders für diejenigen gedacht, die sich vielleicht erstmals (vertieft) mit dem Themenfeld „Gender“ innerhalb der eigenen künstlerischen Ausbildung und (späteren) Berufspraxis – kritisch wie selbstkritisch – auseinandersetzen wollen. Es wird Raum für Fragen, Diskussionen und informellen Austausch geben.

Als Hintergrund: Artikel über „Theater und Sexismus“ (nachtkritik, 16.07.2015)

Auch interessant: Theater.Frauen (Workshops, Vorträge und Diskussionen mit und über Frauen in Theaterberufen), ihr Artikel „Im falschen Stück: Wo sind all die Frauen hin?“; Essay von Rebecca Newberger Goldstein: „Das Drama der begabten Frau“ (12.01.2016)

 

 

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