Referent*innen & Initiativen 2022

Initiativen & Kollektive 

Feminist Pursuits ist eine Gruppe von feministischen Aktivist*innen. Sie veranstalten Quizzes que(e)r durch Berliner Kneipen und digitale Räume, die Geschichten von und über FrauenLesbenTransInterQueer*-Personen zusammenbringen und dabei feministisch-politische Bildung stärken. Sie verstehen Feminismus im Plural und wollen eine Bandbreite intersektionaler, emanzipatorischer Themen, Kämpfe, Personen und Ereignisse aus dem globalen Süden und Norden mithilfe des Spiels sichtbarer und zugänglich machen. Es geht darum, Interesse zu wecken und zu einer Auseinandersetzung mit feministischen Themen anzuregen – und dabei Spaß zu haben!  
 
Insta: https://www.instagram.com/feministpursuits  
FB: https://www.facebook.com/feministpursuits  
Mail: feminist_pursuits@riseup.net 
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CHICKS* als freies Performancekollektiv vereinen diverse Expert*innen und interdisziplinäre Künstler*innen im Gedanken eines queerfeministischen Netzwerks. Interaktive und installative Begegnungsformate verknüpfen sie in ihren Performances mit einem Bildertheater der Objekte und Atmosphären. In intensiven ästhetischen und inhaltlichen Rechercheprozessen suchen CHICKS* nach dem, was sie umtreibt, was sie loswerden, was sie ändern wollen. Sie hinterfragen gesellschaftliche Konstruktionen von Gender, Sexualität und Macht, um performative Alternativen und utopische Zusammenkünfte zu entwickeln. CHICKS* entwickeln Theaterperformances und interaktive Performanceformate. Außerdem geben CHICKS* Workshops, in denen sie ihre queerfeministische Theaterpraxis mit emanzipatorischer, politischer Mädchen*bildung und dem Empowerment von FLINTA*Personen kombinieren. 2015 gründete sich CHICKS* aus ihrer ersten Inszenierung „LANDSCHAFT mit CHICKS*. how to bleed one week a month“ heraus als Zusammenschluss von Künstlerinnen und jugendlichen Bremer FLINTA* Personen. 

www.chicksperformance.de 
Insta: chicks_performance 
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ensemble-netzwerk e.V. 
You are not alone!  

Das ensemble-netzwerk e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 2015 erfolgreich für die Bedeutung und Bedingungen von Künstler:innen und künstlerischen Mitarbeiter:innen einsetzt. Der Verein richtet sein Hauptaugenmerk zunächst auf die Arbeitsbedingungen und die Mitsprache der Ensembles bei künstlerischen und sozialen Fragen an den öffentlich geförderten Theatern. Mit dem Begriff Ensemble sind hier im weitesten Sinne alle Beschäftigten der Darstellenden Künste, sowohl freischaffende als auch festangestellte, gemeint. Seit 2016 haben sich das junge ensemble-netzwerk,  das dramaturgie-netzwerkBurning Issues sowie 2020 das assistierenden-netzwerk, das vermittlungs-netzwerk, das BiPOC-netzwerk sowie das theaterautor:innen-netzwerk als Arbeitsgruppen gegründet. Wir vernetzen uns und unsere Mitglieder und empowern einander durch Solidarität und das Teilen von Wissen und Expertise. Wir denken und arbeiten an strukurellen Veränderungen. Wir setzen uns ein für Gleichstellung, Fairness, Teilhabe, Solidarität und Selbstbestimmung – und damit letzten Endes auch für bessere Kunst. https://ensemble-netzwerk.de/enw/about/was-ist-das-ensemble-netzwerk/ 
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PRO QUOTE BÜHNE e.V. 

Wir sind eine wachsende Gruppe von Bühnen-Regisseur:innen und anderen Theaterschaffenden in Deutschland, die sich für eine paritätische Besetzung stark macht. Wir fordern eine 50%ige Frauenquote in allen künstlerischen Theater-Ressorts und werden mit diesem Anliegen von zahlreichen Menschen aus Kunst, Politik, Medien und Gesellschaft unterstützt. Mehr Informationen unter: https://www.proquote-buehne.de/ 
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FAIRSTAGE ist ein Modellprojekt für diskriminierungsfreie und gute Arbeitsbedingungen an Berliner Theatern. Das Ziel ist die Schaffung von diskriminierungsfreien und guten Arbeitsbedingungen für alle festen und freien Mitarbeiter*innen an öffentlich finanzierten Berliner Theatern. In der ersten Projektphase im Sommer 2021 arbeiteten erstmalig institutionell geförderte Bühnen, konzeptgeförderte Ankerinstitutionen der Freien Szene sowie Vertreter*innen von Verbänden, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Zusammenschlüssen in einem Beteiligungsverfahren zusammen an der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, der Handlungsempfehlungen klar an die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche adressiert. Am 10. September 2021 wurde der Maßnahmenkatalog der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, er ist online zu finden. Das Redaktions- und Autor*innenteam besteht aus: Fatima Çalışkan, Johannes Lange, Lisan Lantin, Tran Thu 
Trang; Projektmanagement übernehmen: Franziska Janke und Hannah Pelny. Das Modellprojekt FAIRSTAGE ist eine gemeinsame Initiative von Diversity Arts Culture, ensemble-netzwerk (vertreten durch Anica Happich und Sören Fenner) und LAFT Berlin (vertreten durch Janina Benduski und Daniel Schrader), gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. https://fairstage.berlin/ 
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BÜHNENMÜTTER

Im Februar 2021 gründeten Annika Sophie Mendrala und Verena Usemann die Initiative BÜHNENMÜTTER und die Website www.buehnenmuetter.com ging im Mai 2021 online. Im Mittelpunkt stehen die problematischen Strukturen an Theatern und in der Freien Szene, die das Fortführen oder Beginnen einer darstellenden, künstlerischen Karriere nach der Gründung einer Familie extrem erschweren. BÜHNENMÜTTER sind Mütter die als Opernsängerinnen, Musicaldarstellerinnen, Schauspielerinnen und Tänzerinnen arbeiten, inzwischen vereinen sie aber auch Bühnenbilderinnen, Regisseurinnen, Dramaturginnen und Instrumentalistinnen. Um valide Daten der beruflichen Situation der BÜHNENMÜTTER zu sammeln und damit handfeste Argumente für Verhandlungen zu erhalten, kreierten die Initiatorinnen die QUALITATIVE STUDIE DER BÜHNENMÜTTER, die von über 120 Frauen beantwortet wurde. Neben der Darstellung der Problematik der Situation der BÜHNENMÜTTER, ist die Bildung einer Community von Frauen für Frauen, die sich solidarisch unterstützen und austauschen, das Ziel der Initiative. Hierfür wurde neben einem Instagram-Account auch eine geschlossene Facebook-Gruppe (über 200 Mitglieder) gegründet. Weitere Informationen unter: www.buehnenmuetter.com

 
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Kurzbiographien der Gäst*innen 

Leonie Adam studierte Theaterpädagogik in Lingen an der Ems und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” Berlin. Seit 2021 ist sie Dramaturgin am Theater Bremen. Sie setzt sich in ihren Arbeiten mit der Dekonstruktion patriarchaler Narrative, linker Männlichkeitskonstruktion und mit Intersektionalität auseinander. Zuletzt erschien 2021 ihr Beitrag “In den Gängen von Zement “ im Sammelband Theater und Macht (Heinrich Böll Stiftung/ nachtkritik). Als Dramaturgin und Theaterpädagogin beschäftigte sie sich bereits mit transgenerationalem Trauma in Deutschland, B. Brechts Lehrstücken, feministisch-marxistischer Analyse und Punkrock. Ihr Interesse an Theater gilt der szenischen Auseinandersetzung als kollektives Reflexionsmedium zur Infragestellung von Klassengesellschaft, Patriarchalität und Geniekult.  

Ruth Bohsung, geboren 1996, aufgewachsen in der Uckermark und Berlin, hat an der HMTM Hannover Schauspiel studiert und arbeitet seit September 2021 am Münchner Volkstheater. Sie war seit Dezember 2018 Teil des Kernteams des jungen ensemble-netzwerks und hat zusammen mit Anderen die Konferenz der Theaterstudierenden 2020 organisiert. Seit Mai 2020 ist sie Teil des Vorstands des ensemble-netzwerks. Ruth möchte dafür sorgen, dass die kritische Haltung der jungen Generation der Theaterschaffenden durch das ensemble-netzwerk eine Plattform bekommt, um zu hinterfragen, zu fordern und sich einzusetzen für eine gerechtere, mutigere und pluralistische Theaterlandschaft. Hierbei sieht Ruth Teilhabe und Barriere-Abbau als zentrale Punkte, die sowohl im Verein selbst als auch in den Theatern als solidarische und selbstkritische Praxis zur Selbstverständlichkeit gemacht werden soll. www.muenchner-volkstheater.de/menschen/schauspiel/ensemble/ruth-bohsung  

Yvonne Büdenhölzer ist seit 2012 Leiterin des Theatertreffens der Berliner Festspiele. Sie wurde 1977 bei Köln geboren, studierte Germanistik und Pädagogik in Bonn und arbeitete als Dramaturgin und Kuratorin an verschiedenen Theatern und in der Freien Szene. Beim Theatertreffen 2019 initiierte und mitkuratierte sie die zweite Konferenz zu Gender(un)gleichheit „Burning Issues meets Theatertreffen“. Von 2005 bis 2011 war Yvonne Büdenhölzer Künstlerische Leiterin des Stückemarkts beim Theatertreffen. In der Spielzeit 2009/10 war sie Kuratorin und Festivalmanagerin der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden und Mainz. Sie war Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin und Mitglied im Rat für die Künste. 2020 erhielt sie den Berliner Frauenpreis für ihr Engagement für die Chancengleichheit am Theater. Seit 2021 ist Yvonne Büdenhölzer Präsidentin des Internationalen Theaterinstituts (ITI-Germany). www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-kuenstler/bfs_kuenstler_detail_326232.html  

Anica Happich, gebürtige Magdeburgerin, ist Schauspielerin, Künstlerin und kulturpolitische Akteurin, die an öffentlich geförderten Theatern, in der Freien Szene und als Filmschauspielerin tätig ist. Als kulturpolitische Beraterin arbeitet sie im Spannungsfeld der künstlerischen Praxis und bildungspolitischen Arbeit für die Bedeutung und die Belange der Darstellenden Künste u.a. im ensemble-netzwerk e.V., der Initiative FAIRSTAGE (https://fairstage.berlin/) sowie des Forschungsprojekts (https://darstellende-kuenste.de/de/projekte/systemcheck/team-parter-innen-beirat.html). Als Schauspielerin war sie bis 2020 am Theater Basel engagiert. Zuletzt stand sie als Protagonistin des Mainzer Tatorts »Blind Date« (ARD) vor der Kamera. Gemeinsam mit Jakob Arnold initiiert sie 2021 das Theaterfestival Phoenix im ehemaligen Schauspielhaus Erfurt (https://phoenixfestival.de).   

Melanie Hinz, Professorin für Theaterpädagogik an der UdK Berlin, studierte von 2000-2006 Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit den künstlerischen Fächern Theater und Bildende Kunst an der Universität Hildesheim. Von 2006-2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur der Universität Hildesheim für „Theater und Gender“ in Theatertheorie und -praxis. Sie promovierte über Prostitutionsdiskurse im Theater des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart (transcript 2014). Von 2013-2015 hatte sie an der FH Dortmund eine Vertretungsprofessur für „Ästhetische Bildung in den szenischen Künsten“. Von 2015-2020 war sie Professorin für „Performative Künste in der Kulturarbeit“ an der FH Dortmund. In Lehre und Forschung war sie für den Aufbau und die Neuausrichtung eines theaterpädagogischen Profilstudiums (BUT-Zertifikat) „Theater als Soziale Kunst“ im Kontext des BA-Studiums Soziale Arbeit verantwortlich. Seit 2006 arbeitet Melanie Hinz zudem als freie Theatermacherin im Freien Theater und im Staats- und Stadttheater. Sie entwickelt forschende Theaterprojekte im Kollektiv, mit Alltagsexpert*innen und mit Studierenden. Als Gründungsmitglied und Performerin der Frl. Wunder AG erarbeitet sie seit 15 Jahren Stückentwicklungen zu kulturwissenschaftlichen, feministischen Themen auf Bühnen und Interventionen im öffentlichen Raum. www.udk-berlin.de/personen/detailansicht/person/show/melanie-hinz/

Lena Katzer (sie/ihr), Jahrgang 1995, kommt aus den Gewerken zur Kunst. Seit ihrer Ausbildung zur Herrenschneiderin an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main und ihrer Arbeit an der Schaubühne Berlin ist sie als Schneiderin und Kostümbildnerin tätig. Seit 2017 studiert sie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” Berlin, in der ersten Frauenklasse. Gemeinsam gründeten sie als Studentinnen die “hfs_ultras”. Auf den Mannheimer Schillertagen 2021 zeigte sie ihre “Johanna von Orleans”-Bearbeitung in Kooperation mit der Brauerei Eichbaum: „Denn eins steht fest. Ein Eichbaum.“ Für den Leipziger Hörspielsommer 2021 bearbeitete sie Jörg Fausers „Die Tournee“-Fragment. Zurzeit arbeitet sie an ihrer Diplominszenierung „Flügelwesen im Scheinleib“ (Premiere 19. März 2022 in den Wasserspeichern des Prenzlauer Bergs). www.hfs-berlin.de/hochschule/person/lena-katzer/  

Helena Kontoudakis ist freischaffende Regisseurin, Autorin und Schauspielerin, die 1982 in eine griechisch-schweizerische Familie hinein geboren wurde. 1998 trat sie dem Theater Mausefalle Solothurn bei, in dem sie 17 Jahre lang aktives Mitglied war. Währenddessen nahm sie auch an anderen Theater- und Filmprojekten teil und übernahm 2010 bis 2015 die Leitung eines Jugendtheaterkurses, der 2013 zum „Jugendprojekt des Jahres“ der Stadt Solothurn gekürt wurde. Von 2012 bis 2016 studierte sie Regie an der Schauspielschule Basel. Seit 2015 lebt sie in Berlin und wirkte in weiteren Theater-, Film- und Fernsehprojekten mit, etwa am Maxim Gorki Theater und am Ballhaus Ost. 2019 erhielt sie für ihr „Stück Fleisch – Eine feministische Science-Fiction-Saga“ (Text und Regie) die Einstiegsförderung des Senats für Kultur und Europa und nahm mit diesem Text auch am Autor:innenprogramm „Tour des Textes“ teil. Ende 2020 wurde ihr Kurztext „Questions I Shouldn’t Have to Answer“ in der Jubiläumsanthologie der Wiener Wortstaetten veröffentlicht. Derzeit beschäftigt sie sich mit der Erschaffung von queerfeministischen Geschichten mit intersektionellem Ansatz; wobei nicht nur deren Inhalt, sondern auch deren Produktionsweisen im Fokus stehen. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in Vorstand von Pro Quote Buehne e.V..  

Franziska Kronfoth setzt sich als Regisseurin intensiv mit dem Kunstwerk Oper und den umgebenden Strukturen auseinander und erforscht in ihrer Arbeit das Verhältnis zwischen Performance, Bildender Kunst, Schauspiel und dem musikalischen Theater. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt Film und Video in der Theaterarbeit. Sie studierte Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und 2005 realisierte seit 2005 zahlreiche Inszenierungen, u. a.  “Notre Carmen” nach Georges Bizet, Brechts “Der gute Mensch von Sezuan” oder  “Tristan und Isolde, Isolde, Isolde “ nach Richard Wagner und Gottfried von Straßburg und viele mehr. Zuletzt entstand in Riga ein Opernfilm zur lettischen Nationaloper “Baņuta”  von Alfrēds Kalniņš. Für ihr Projekt LULU/NANA wurde sie 2013 mit dem Elsa-Neumann- Stipendium des Landes Berlin als Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet. Sie war außerdem Stipendiatin der Akademie „Musiktheater heute“ und erhielt Recherchestipendien des Landes Berlin und der Kulturstiftung des Bundes. Mit dem Musiktheaterkollektiv HAUEN•UND•STECHEN, das sie 2012 mit Julia Lwowski gründete, entstanden zahlreiche gemeinsame Arbeiten, u. a. für die Bayerische Staatsoper, die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, die Volksbühne Berlin, die Staatsoper und Hamburg, die Sophiensæle Berlin und das Théâtre de l’Athénée Paris. An der Staatsoper Stuttgart inszenierten sie 2021 “Die Verurteilung des Lukullus” von Paul Dessau. www.hauen-und-stechen.com/kollektiv/   

Mateja Meded kam als geflüchtetes Kind  illegal nach Deutschland.  Sie studierte Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg. Während des Studiums arbeitete sie bereits am Maxim Gorki Theater mit den Regisseur*innen Yael Ronen, Sebastian Nübling und Sebastian Baumgarten. Als Autorin schreibt sie außerdem für das Theater und verschiedene Zeitungen und Magazine wie Die Zeit, Welt, Fräulein, usw. Für den SPIEGEL schrieb sie 2021 einen Artikel über aktuellen Sexismus und Machtmissbrauch am Theater. Sie setzt sich seit Jahren für Gleichberechtigung und gegen Rassismus in Theater, Film und Journalismus ein und versucht Schauspieler*innen dazu zu ermutigen, sich neue Skills anzueignen, um autonomer zu arbeiten und nicht in die Rolle eines „naiven Mädchens“ zu verfallen oder ein Stockholm-Syndrom zu entwickeln. Sie entwickelte das Digitaltheaterformat „Shitfluencers“, das sie auch am Theater Neumarkt in Zürich vorstellte. Sie bezeichnet sich selbst als radikale, intersektionale, queere  Anarcho-Feministin. Aktuell bereitet sie die Uraufführung ihres ersten Theatermonologs „Anleitung eine Bombe zu bauen, oder poc-Fotzenschleimpower gegen Raubtierkapitalismus“ vor (finanziert vom Fonds Darstellende Künste). www.matejameded.com  

Lisan Lantin ist Schauspielerin, Moderatorin, Sprecherin und Coach für Stimm- und Präsenztraining. 2013 absolvierte sie an der HMT Rostock ihr Schauspiel-Diplom. Seit 2013 arbeitete sie als freischaffende Schauspielerin an verschiedenen Häusern, u.a. am Theater Bonn und am Grillo Theater in Essen. Seit der Corona-Pandemie setzt sie sich aktiv für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von hybrid arbeitenden Schauspieler:innen ein, sie koordiniert die AG Hybride des ensemble-netzwerks und arbeitet im Redaktions- und Koordinationsteam des Modellprojekts FairStage mit.

Die Hamburgerin Annika Sophie Mendrala erhielt ihren Abschluss als Sängerin und Gesangspädagogin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin mit Auszeichnung. Seit 2009 ist sie dem Theater und Orchester Heidelberg eng verbunden, als Ensemblemitglied und seit 2011 als regelmäßiger Gast u.a. als Pamina („Zauberflöte“), Micaëla („Carmen“) und Mélisande („Pelléas et Mélisande“), für die sie von der Fachzeitschrift Opernwelt als »Sängerin des Jahres 2014|15« nominiert wurde. Seit 2012 ist Annika Mendrala freischaffend im In- und Ausland tätig. Sie sang u.a. bei den Osterfestspielen Salzburg unter der Leitung von Christian Thielemann und konzertierte als Solistin mit dem Brahmsrequiem in Shanghai mit dem Shanghai Symphony Orchestra. In Hamburg konzertiert die Sängerin regelmäßig in allen gängigen Oratorien als Solistin und gibt Liederabende. Mit dem Kantor Christopher Bender leitet sie das Acapella-Vokalensemble Vokalwerk Hamburg, für das sie gesangspädagogisch verantwortlich zeichnet, programmatisch anspruchsvolle Konzerte entwickelt und deren Konzerte sie auch als Solistin begleitet. Annika Sophie Mendrala ist leidenschaftliche Gesangspädagogin, unterrichtet seit Jahren eine private Klasse und coacht Chöre. Ab dem Sommer 2022 übernimmt sie mit Karin Stübi-Wohlgemuth die Leitung des Weiterbildungsstudiengangs „CAS Singstimme“ an der Hochschule der Künste in Bern. Sie lebt mit ihren zwei Töchtern und ihrem Ehemann in Hamburg. www.annikamendrala.com | INSTAGRAM Annika Sophie Mendrala

Teresa Monfared (sie/ihr) hatte zwar schon mit 16 Jahren für das Schultheater in einem kleinen Bergdorf bei Osnabrück Kostüme entworfen und genäht, wollte nach ihrem Abitur aber eigentlich Physik und Philosophie studieren. Dank eines schicksalhaften Zufalls geriet sie trotzdem in die Ausstattungsabteilung der Städtischen Bühnen Osnabrück, verliebt sich ins Theater und absolvierte dort eine einjährige Assistenz. Ab 2008 studierte sie in Berlin Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Bereits zwei Wochen vor Beginn des Studiums feierte ihre erste eigene Ausstattungsarbeit in Berlin Premiere. In den folgenden Jahren arbeitete sie als Bühnen- und Kostümbildnerin für Theater u.a. an den Theatern Osnabrück, Krefeld-Mönchengladbach, Chemnitz, dem Landestheater Rudolstadt, im Dock 11 Berlin. Sie ist außerdem als Szenen- und Kostümbildnerin in Film und als Art Direktorin für Foto, Werbung und Events tätig. Seit 2019 ist sie als Gründungsmitglied Teil des Perfomance-Kollektiv ‚Team Volume‘ (https://teamvolume.info | https://www.instagram.com/teamvolume.info/). Sie kämpft für Müttersichtbarkeit bei ‚kunst + kind berlin‘ und Künstler*innensichtbarkeit als Büroleitung des ‚Bund der Szenografen‘. Teresa Monfared lebt und arbeitet mit ihren 1 bis 4 Kindern in Berlin.  

Aleksandra Pavlović ist in Belgrad geboren und aufgewachsen. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Belgrad, Universität für Angewandte Kunst in Wien, und an der Kunsthochschule Berlin Weissensee wo sie ihr Diplomstudium in Bühnen- und Kostümbild abschloss. Während ihres Studiums in Berlin realisierte sie Ausstattungsarbeiten für Filme, die u. a. zum Festival des Films du Monde Montréal, zum Max-Ophüls-Preis und den Hofer Filmtagen eingeladen wurden. Am Schauspiel Köln und den Münchner Kammerspielen arbeitete sie als feste Ausstattungsassistentin. In Köln gestaltete sie in dieser Zeit u.a. das Foyer der Außenspielstätte BRITNEY, in München die OPERNBUDE von David Marton. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseur*innen Charlotte Sprenger, Pınar Karabulut, Elsa Sophie Jach und Jessica Glause. Ihre Bühnen- und Kostümbilder sind am Thalia Theater, Münchner Kammerspielen, Residenztheater, Theater Bremen, Schauspiel Köln, Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien und am Deutsches Theater Berlin zu sehen. 2021 erhielt sie den Eva-Bonacker Preis für besondere Leistungen in bühnenkünstlerischer Gestaltung am Thalia Theater Hamburg. https://www.schaefersphilippen.de/kuenstler_in/aleksandra-pavlovic/

Kaya Räuker ist Rechtsanwältin, Mediatorin und Trainerin für Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung. Aus einer Theaterfamilie kommend, hat sie schon früh Bühnenerfahrungen gesammelt, in verschiedenen Theatergruppen mitgewirkt und eigene künstlerische Projekte inszeniert. In ihrer Trainingsarbeit vereint sie praktische Übungen aus dem Schauspiel- und Bewegungstraining mit theoretischen Erkenntnissen der Kommunikations- und Emotionspsychologie. Dabei liegt der Fokus auf den konkreten Herausforderungen eines professionellen öffentlichen Auftretens. Kaya Räuker ist Mitglied des Deutschen Juristinnenbundes und bietet regelmäßig Workshops zur Stärkung des Selbstbewusstseins speziell für Frauen an.  

Anne Schäfer hat an der Zürcher Hochschule der Künste Schauspiel studiert (2001-2005). Danach war Sie 10 Jahre lang fest in verschiedenen Ensembles engagiert u.a. am Landestheater Tübingen, Theater Basel, Theater Heidelberg, Schauspielhaus Hamburg und am Residenztheater in München. Ihren ersten Schritt ins Kino machte Anne Schäfer mit der Hauptrolle der Romanverfilmung „Cindy liebt mich nicht“ (Berlinale-Premier). Für ihre Darstellung der „Jasmin“ im gleichnamigen Film von Jan Fehse wurde sie für den Förderpreis Deutscher Film als „Beste Darstellerin“ nominiert. Unter der Regie von Dominik Graf drehte sie 2012 den Kinofilm “Die geliebten Schwestern”. Im selben Jahr drehte sie die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete, erste Streaming Serie  “Add a Friend” für Sky. In der ZDF-Krimiserie SOKO Köln spielte sie drei Jahre lang die Kriminalkommissarin Sophia Mückeberg. 2017 hatte sie weibliche Hauptrolle an der Seite von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer in der Kino Action Komödie “HOTDOG”, parallel arbeitete sie mit Bernhard Mikeska an der 48h-Performance „In deinem Pelz“,  die im Gefängnis in Heidelberg gezeigt wurde. Seit 2017 spielt Anne Schäfer mit Clemens Schick die Kommissar*innen in der ARD-Reihe „Der  Barcelona- Krimi“.  Darüber hinaus spielt sie in der Netflix-Produktion “Betonrausch” und in der 2. Staffel der Politsatire “Hindafing”. Zuletzt war sie in der erfolgreichen ARD-Degeto-Serie „Die Toten von Marnow“ (2020) und als weibliche Hauptrolle an der Seite von Bjarne Mädel im Sozialdrama „Geliefert“ (2021) zu sehen. Am Zürcher Theaterspektakel und auf dem Sommerfestival auf Kampnagel war sie mit der Produktion „Virus“ von Jan Duyvendak (2020) zu Gast. Seit 2021 gibt Anne Schäfer Workshops zum Thema „Berufsrealität Drehen“. Hier geht es Ihr um die Themen Sicherheit, Integrität und künstlerische Freiheit unter den Bedingungen der Branche und darum, wie man diese kritisch hinterfragt.  

Marie Senf wurde 1983 in Frankfurt a.M. geboren und studierte zunächst Theaterwissenschaft, Anglistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig, dann Theater-, Film- und Mediendramaturgie an der HMT „Felix Mendelssohn-Bartholdy“  Leipzig. Eine prägende erste Arbeit als Dramaturgin war “WAS IHR WOLLT – EIN MANIFEST” am neuen theater Halle, es folgten Produktionsdramaturgien am Schauspiel Leipzig, dem bat Berlin, der Otto Falckenberg-Schule München sowie Arbeiten mit der Regisseurin Claudia Bauer an verschiedenen Theatern. Sie war Dramaturgin und Leiterin des SCHAUFENSTER am neuen Theater Halle und von 2013 bis 2021 Schauspieldramaturgin am Theater Osnabrück. Lehraufträge an der Universität Osnabrück u.a. zu Aufführungsanalyse, Theaterdidaktik sowie Drama und Postdramatik. 2017 bis 2019 Mitarbeit in der AG „Zukunft des Stadttheaters“ der Dramaturgischen Gesellschaft, seit 2019 Gründungs- und Kernteammitglied des dramaturgie-netzwerks und seit 2021 im Vorstand des ensemble-netzwerks. 

Claire Vivienne Sobottke lebt in Berlin und beschäftigt sich mit Praktiken der Choreografie, der Performance und des Tanzes. Sie definiert ihre Arbeit als Ort des Widerstands, an dem Normen des Sehens infrage gestellt und verändert werden können. In ihrer choreografischen Praxis definiert sie den Körper als turbulente Ansammlung von Konzepten, kollektiven und persönlichen Geschichten, Traumata, Erinnerungen, Projektionen, Identitäten und Magie. Tanz ist für sie eine Möglichkeit, das Wissen des Körpers zu aktivieren und die ihm inhärenten Turbulenzen sichtbar zu machen. Die Arbeit mit der Stimme ist in Claire’s Arbeit treibende Kraft der Choreografie, sie begreift ihre Stimme sowohl als politisches und als poetisches Phänomen. So entstand 2016 ihre Soloarbeit „strange songs“, für die sie als “Hoffnungsträgerin Tanz 2017” ausgezeichnet wurde und den “FM4 Publikumspreis” des ImPulsTanz Festivals Wien gewann. Das Format des Liedes weiter erforschend, kuratierte sie im Rahmen der Tanznacht 2018 „Songs for Love and Rage“. 2017 kuratierte sie „Amazonas“, ein interdisziplinäres Format, das vierteljährlich in den Sophiensaelen stattfand und in Formaten von Performance, Diskursen und kollektiver Praktiken einen Raum für die Auseinandersetzung mit Geschlecht und dessen politischer Einschreibungen zu schaffen versuchte. Ihre Arbeit „Velvet“ (UA 2019, Tanz im August) ist eine lustvolle Auseinandersetzung mit der turbulenten Geschichte des weiblichen Körpers – und Gärten. 2020 durfte sie „Velvet“ auch im Gropius Bau Berlin als Teil des Festivals DOWN TO EARTH installieren. Claire arbeitet oft in kollaborativen Prozessen mit geteilter Autorenschaft. So entstand „WE BODIES“ (2019) mit Michael Turinsky und Teresa Vittucci oder „FULL BODY FRONTAL“ (2021) mit Fabrice Mazliah. Seit 2015 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit der Choreografin Meg Stuart / Damaged Goods. Die Arbeit mit den politisch-sozialen Konsequenzen von Geschlecht in patriarchialen Gesellschaften ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit, der sich in ihrer kuratorischen Praxis, ihren performativen Kollaborationen und ihrer Soloarbeit ausdrückt. Sie entwickelt langfristig performative Strategien, um Objektivierung, patriarchale Hierarchie und Missbrauch durch eine spielerische Sexualität, Sinnlichkeit, Ökologie und Kollektivität zu unterlaufen. Von 2020 bis 2021 wurde ihre Forschung mit einem Stipendium des PACT Zollvereins Essen ausgezeichnet. Claire unterrichtet u.a. am HZT Berlin, Uniarts Helsinki, dem Institut für angewandte Theaterwissenschaften Gießen, ZZT Köln oder bei ImPulsTanz Wien.    

Verena Usemann ist Mezzosopranistin und stammt aus Hamburg. Von 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied am Theater für Niedersachsen und von 2010 bis 2017 Ensemblemitglied des Landestheaters Coburg. Sie stand dort in vielen großen Rollen ihres Fachs auf der Bühne – z.B. als Rosina, Romeo, Cherubino, Octavian und Rinaldo. In der Spielzeit 2013/2014 wurde sie in der Zeitschrift Opernwelt als “Nachwuchskünstlerin des Jahres” nominiert. Sie ist besonders als Interpretin zeitgenössischer Musik gefragt und ist Mitglied des Münchner ensemble risonanze erranti. Als Gast sang sie u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg (2017) oder mit dem Rundfunk-Symphonieorchester Berlin (2018). Seit 2020 ist sie als Gastsängerin dem Staatstheater Cottbus verbunden, wo sie u.a. an der Produktion “Carmen” beteiligt war und in der Uraufführung des Musiktheaterwerks „Im Berg“ (A.Petras/T.Kürstner/S.Vogel) mitwirken wird. Verena Usemann ist seit 2020 Stimmbildnerin des Berliner Chores „Cantus Domus“. Sie lebt als freischaffende Sängerin und Gesangspädagogin in Berlin und hat drei Kinder.  

Corinna von Rad wurde 1971 in New York geboren und studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Götz Friedrich (Abschluss 1995). Nach dem Studium arbeitete sie als Regieassistentin und Regisseurin im Bereich Oper am Staatstheater Braunschweig; außerdem verbindet sie eine enge künstlerische Beziehung zum Regisseur Christoph Marthaler, mit dem sie als Assistentin / Regiemitarbeiterin u.a. bei den Salzburger Festspielen, an der Pariser Oper, dem Wiener Burgtheater und der Berliner Volksbühne zusammenarbeitete. Seit 1999 arbeitet sie frei als Opern- und Schauspiel-Regisseurin, u.a. an den Kammerspielen München, am Theater Meiningen, am Schauspielhaus Zürich, Theater Freiburg, Theater Aachen, Theater Basel oder der Staatsoper Berlin. Ab 2002 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt, am Theater Neumarkt in Zürich und am Nationaltheater Weimar. Mit dem Musikerensemble Franui entwickelte sie für die Kunstfestspiele Herrenhausen das Schumann-Projekt „Schau lange in den dunklen Himmel“, das u.a. in Wien, Hannover und beim Festival Märzmusik in den Berliner Sophiensälen gezeigt wurde. 2014/2015 war am Münchner Residenztheater mit großem Erfolg ihre Musiktheaterfassung von Homers „Odyssee“ für Kinder zu sehen sowie die Produktion „Kongress der Autodidakten“, die sie gemeinsam mit Jürg Kienberger entwickelte. 2006 begann ihr Engagement im Bereich der Lehre an der Hochschule für Musik Frankfurt a.M. im Bereich Schauspielregie und Schauspiel; dann auch in den Bereichen Dramaturgie, Werkanalyse, Konzeptarbeit für Opern; szenischer Unterricht von Gesangsstudenten sowie Betreuung verschiedener Schauspiel- und Opernprojekte u.a. an der Universität der Künste Berlin. 2007-2009 hatte sie eine Gastprofessur im Fach Schauspielregie an der Hochschule für Musik Frankfurt inne. 2008/2009 übernahm sie gemeinsam mit Benedikt von Peter die Leitung des dortigen Studiengangs Schauspielregie. Seit 2009 ist sie Gastprofessorin für Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin. Sie lebt mit Familie in Berlin.   

Sarah Waterfeld, geboren in West-Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Währenddessen bekam sie ihre beiden Kinder. Sie war Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte im Exzellenz-Cluster „Languages of Emotion“ im Projekt „Virtuelles Labor“. Sie war Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam, wo sie „Transmediale Strategien politischer Intervention“ unterrichtete, und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag für die Fraktion DIE LINKE mit dem Schwerpunkt Ost- und Renten-Politik. 2015/16 erschien ihre transmediale Romanreihe („Sex mit Gysi“ und „Was vom Hummer übrig blieb“), Beiwerk ihrer situationistischen Kandidatur für den Bundesvorsitz der LINKEN 2012. Sie gehört zu den Initiator*innen der transmedialen Intervention „B6112“ an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im September 2017 und ist seitdem Sprecherin des Kollektivs „Staub zu Glitzer“ (mehr Informationen: https://art-of-assembly.net/2021/10/11/sarah-waterfeld-staub-zu-glitzer-art-after-all/). Für den Critical Diversity Blog der UdK Berlin schrieb sie über ihre Erfahrungen im #MeToo-Kampf an der Volksbühne und fragte nach den Konsequenzen auch nach der Absetzung des Intendanten Klaus Dörr (https://criticaldiversity.udk-berlin.de/metoo-machtmissbrauch-im-theater-und-dann/). Derzeit arbeitet sie an einer neuen Roman-Trilogie über die kollektive Arbeit zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.  

Organisator*innen

Anna Bergel studierte Tanz an der Staatlichen Ballettschule Berlin, war als Tänzerin an verschiedenen Theatern engagiert, bevor sie Theater-, Kultur- und Rechtswissenschaften sowie Journalistik an der Universität Leipzig studierte. Seit 2005 arbeitet sie als künstlerische Produktionsleiterin, Performerin und Dramaturgin mit verschiedenen Theater- und Tanzkompanien, u.a. mit Penelope Wehrli, Jo Fabian Department, Lose Combo, Constanza Macras I Dorkypark,  400asa, Opera Lab Berlin, Michael Laub / Remote Control Productions und Solistenensemble Kaleidoskop. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Darstellende Kunst der UdK Berlin und eine der Mitinitiatorinnen und seitdem auch Organisatorinnen der Symposiumsreihe „Performances von [Weiblichkeit] in den darstellenden Künsten“. Ab Januar 2020 ist sie zudem Künstlerische Produktionsleiterin im Dock 11 Berlin.

Paula Meuthen studiert seit Oktober 2018 Bühnenbild an der Universität der Künste Berlin. Sie arbeitet freischaffend als Bühnen- und Szenenbildnerin. Neben Produktionen innerhalb der Universität, verbindet sie eine Zusammenarbeit mit den Filmemacherinnen Sara Summa und Flora Frisardi. Besonderer Fokus in ihren Projekten liegt auf Themen wie Stadtraum, Individualismus und das Sinnlose, mit denen sie sich immer wieder auseinandersetzt.

Anna Volkland studierte Dramaturgie an der HMT Leipzig sowie Tanzwissenschaft an der FU Berlin, war 2007 Mitbegründerin der experimentellen Nachwuchsbühne Werkstattmacher am LOFFT Leipzig und arbeitete seit 2010 als feste und Gast-Dramaturgin an Stadttheatern sowie für freie Projekte (v.a. Stückentwicklungen, Tanz und interdisziplinäre Arbeiten) und schreibt über Theater- und Tanzthemen (z.B. 2013/14 als erste Studioschreiberin des ada Studios Berlin) und ist seit Herbst 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte des Theaters an der UdK Berlin. Sie unterrichtet hier im Studiengang Schauspiel und im Studium Generale z. B. erweiterte Aufführungsanalyse und (alternative) Theatergeschichte; außerdem an der HfM Berlin, der HfS Berlin, der FU Berlin oder der Universität Hildesheim. Sie unterstützte ab 2016 das Weiterbildungsprogramm Artist Training für Theaterschaffende im Exil an der UdK Berlin und seit 2015 das Symposium „Performances von [Weiblichkeit]“ und forscht v.a. zur Institutionskritik im deutschen Stadttheater seit den späten 1960er Jahren in BRD, DDR und Gegenwart, d.h. zu (selbst)kritischen Transformationsversuchen der Institutionen, die von  Theatermacher*innen selbst ausgehen.

Madalena Wallenstein de Castro wurde in Lissabon geboren und hat dort ein Fachabitur in Keramik-Skulptur abgeschlossen. Seit Oktober 2018 studiert sie Bühnenbild an der Universität der Künste Berlin. Sie ist freischaffend als Bühnenbilderin, Performerin und Bildende Künstlerin tätig und arbeitet seit 2015 für unterschiedliche Projekte und Produktionen.

Vanessa Wozny ist seit Oktober 2018 hauptamtliche Frauenbeauftragte der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie legt in ihrer Arbeit den Fokus auf die Themen Antidiskriminierung, Frauenförderung und Gleichstellung. Vanessa Wozny hat zu Beginn ihrer Amtszeit an der HfS eine umfassende Richlinie zum Schutz vor sexualisierter Diskriminierung, Gewalt und Machtmissbrauch veröffentlicht und greift bei verschiedenen Veranstaltungen relevante Themen der künstlerischen Ausbildung auf. Bereits dreimal hat an der HfS der Aktionstag #wessenfreiheit stattgefunden und seit dem Wintersemester 2021/2022 findet die Veranstaltungsreihe In the long run…Theatermacher*innen statt. Der Austausch mit anderen Akteur*innen aus Kunst, Kultur und der Hochschullandschaft sind Vanessa Wozny sehr wichtig in ihrer Arbeit. Vanessa Wozny studierte Nordamerikanische Geschichte und Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt und am Oberlin College Ohio / USA. Ihre MA-Abschlussarbeit schrieb sie zum Thema „The right to choose! Second Wave Feminism und die Geschichte der Abtreibung in den USA von 1968 bis 1973“. Seit der 3. Ausgabe ist sie Teil des Organisationsteam des Symposiums „Performances von [Weiblichkeit] in den darstellenden Künsten“